Wie es begann...

 

Die heutige Winfried-Grundschule hat ihre ursprünglichen Wurzeln in der 1918 eingeweihten Bonifatius-Schule am Standort Landgrafenstraße/Meißenerstraße. Am 30.04.1956 nahmen im Gebäude Landgrafenstraße 1-3 zwei Volksschulen ihre Arbeit auf: die Landgrafenschule als Gemeinschafts-Volksschule und auf Antrag der Eltern die Winfried-Volksschule als katholische Bekenntnisschule. Somit ist sie Nachfolgerin der im 2. Weltkrieg zerstörten Bonifatiusschule.

Dem ursprünglichen Namenswunsch Bonifatiusschule konnte nicht entsprochen werden, da zu diesem Zeitpunkt schon eine andere Dortmunder Volksschule diesen Namen trug. Das damalige Kollegium wählte deshalb den Geburtsnamen des als Apostel der Deutschen bekannten Wynfrith (deutsche Schreibweise Winfried). Dieser ging als Mönch aus England 719 nach Rom und bat den Papst, als Missionar zu den Germanen geschickt zu werden. Insofern erhielt am 26.06.1956 die Schule ihren heutigen Namen Winfried-Schule. Mit dieser Namenswahl sollte zum einen die Verbundenheit mit der katholischen Bonifatiuskirche dokumentiert und zum anderen an die Tradition der alten Bonifatiusschule angeknüpft werden.

329 SchülerInnen mit 4 LehrerInnen für 8 Klassen nahmen an der Winfried-Volksschule ihre Arbeit auf. Die ständig steigenden Schülerzahlen führten zu einem ersten räumlichen Engpass in diesem Gebäude. Daher wurde vormittags und nachmittags unterrichtet. Die Stadt errichtete das Gebäude an der Ruhrallee. Am 3.09.1961 nahmen 450 SchülerInnen und Eltern im Rahmen eines Schulfestes das Gebäude an der Ruhrallee in Besitz. Dieses Gebäude war nach damaligen für Schulen optimalen architektonischen Gesichtspunkten gebaut und ausgestattet worden. Jeder Klassenraum besaß noch zwei Nebenräume. Dazu gab es Fachräume, eine überdachte Pausenhalle und eine Gymnastikhalle.

In der Schulreform 1968 wurde im Landtag die Trennung der Volksschule in Grundschule und Hauptschule beschlossen. Dieser Beschluss führte dazu, dass die Klassen 5 bis 10 im Gebäude Ruhrallee verblieben. Die Klassen 1 bis 4 kehrten hingegen als Winfried-Grundschule mit katholischem Bekenntnis wieder an den Standort Landgrafenstraße 1-3 zurück.

Die weiter steigenden Schülerzahlen führten auch hier wieder zu einem erneuten räumlichen Engpass. Zur Verbesserung der Situation erhielt der Standort vier neue Klassenräume in einem Pavillon. Diese Räume wurden zunächst mehrheitlich und später gänzlich von der Winfried-Grundschule genutzt.

In den 90er Jahren kam es jedoch erneut zu einer Raumnot. Zu diesem Zeitpunkt war bereits Frau Anne Müller Schulleiterin der Winfried-Grundschule. Sie trat ihr Amt im Oktober 1989 an. Zusammen mit ihrem Kollegium und den vielen SchülerInnen wechselte Frau Müller nach einem langen Hin und her und einem Verbleib im Bereich der Bonifatiusgemeinde mit der Winfried-Grundschule zurück in das ursprüngliche Gebäude an der Ruhrallee. Zum Schuljahr 1999/2000 ist die Winfried-Grundschule somit zu ihrem heutigen Standort umgezogen. Aber auch den neuen Standort teilt sich die Winfried-Grundschule seither mit einer anderen Schule - dem Fritz-Henßler-Berufskolleg. Im Rückblick auf diese wechselvolle Geschichte bleibt zu hoffen, dass der Winfried-Grundschule ein dauerhaftes Zuhause geschaffen wurde.

Seit dem Beginn des Schuljahres 2005/2006 ist die Winfried-Grundschule Offene Ganztagsschule. Dadurch haben die Eltern die Möglichkeit, die Betreuungszeit ihrer Kinder individueller zu bestimmen. Fand diese Betreuung zunächst in den Räumen der Bonifatiusgemeinde statt, so können seit November 2007 nach einem Umbau die Kinder mehrere Räumlichkeiten in der Winfried-Grundschule zum Spielen, Essen, Arbeiten oder Hausaufgaben machen nutzen.

Seit dem Schuljahr 2010/2011 hat die Winfried-Grundschule vermehrt internationale Projekte ins Schulleben eingebunden und durchgeführt, den Englischunterricht intensiver angeboten und in einer ersten Klasse einige Fächer bilingual unterrichtet.